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Vereinschronik

 
Seit den 60er Jahren nahm die Zahl der Islandpferdehalter in Lingen und Umgebung ständig zu. Es bildeten sich kleinere und auch größere Gruppen der emsländischen Islandpferdefreunde, die im privaten Rahmen eine Vielzahl an Aktivitäten veranstalten, wie beispielsweise den alljährlichen Emslandritt.
 
Am 15.6.1978 lud Klaus Strothmann die hiesigen Islandpferdefreunde zu einem Gespräch „Rund um das Islandpferd“ ein. Im Laufe der Veranstaltung brachte er es auf den Punkt: Für die Besitzer und Reiter der rund 100 Islandpferde in Lingen und Umgebung muss ein Ortsverein im IPZV gegründet werden.

So gründeten 37 Islandpferdefreunde am 28. September 1978 den Islandpferdereiterverein Lingen Emsland e.V. (Vorsitzender: Peter Leuschner, Schatzmeisterin: Marie-Luiser Stöckler, Schriftführerin: Mechtild Krüssel, 2. Vorsitzender Hendrik: Venebrügge, Jugendwart: Christian Franke) Schon im Vorfeld der Gründungsversammlung hatte man sich darum bemüht ein Gelände für eine vereinseigene Reitanlage in unmittelbarer Nähe zum RuF Lingen zu pachten. Der Pachtvertrag über dieses knapp 3ha große Gelände wurde am 7. November 1978 unterschrieben. Bereits im Jahre 1980 begann man damit eine Ovalbahn, ein Dressurviereck, Paddocks und eine Fertiggarage als Geräteraum zu bauen.

Im Mai 1981 wurde auch noch aus heutiger Sicht, eines der schönsten Islandpferdestadien Deutschlands eingeweiht. Den Auftakt dazu bildete eine Autorenlesung mit Ursula Bruns im großen Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Lingen. An den folgenden Tagen wurde das Vereinsgelände mit einem bunten Schauprogramm eingeweiht.
Es blieb bei der schönen Anlage nicht aus, dass der Verein neben dem jährlich stattfindenden Mannschafts- und Vereinsturnier Ausrichter bedeutender Sportturniere wurde, wie zum Beispiel:

1983: Nordwestdeutsche Islandpferdemeisterschaft
1987: Europameisterschafts-Qualifikationsturnier
1988: Deutsche Islandpferdemeisterschaft
1991: Weltmeisterschafts- Qualifikationsturnier
1994: Deutsche Jugend- Islandpferdemeisterschaft
 
Ein besonderes Anliegen des Vereins war es immer, den Nachwuchs zu fördern. Im Rahmen einer Partnerschaft, die zwischen der Stadt Lingen und der französischen Region Franche Comte besteht, fand in Lingen im Jahr 1985 eine Reiterfreizeit mit französischen Jugendlichen statt. Der Gegenbesuch in Frankreich erfolgte 1986.
 
1986 wurden zudem zwei Baucontainer aufgestellt, um so bei Veranstaltungen und Reitkursen eine einfache Unterkunft sowie Toiletten zur Verfügung zu haben. Ein Jahr später folgte an der Ovalbahn der Bau eines Sprecherturms, der bei Turnieren die Meldestelle aufnimmt. Für die hervorragende und uneigennützige Organisation der Deutschen Meisterschaft im Jahr 1988 verlieh der Dachverband IPZV erstmalig einem Verein die Herbert-Vieth Gedächtnismedaille.
 
1998, pünktlich zum 20jährigen Vereinsjubiläum, konnte die Sanierung des Dressurvierecks erfolgreich beendet werden. Es erhielt eine Deckschicht aus Lava, die sich im Laufe der Zeit zu einem erstklassigen Belag entwickelt hat.
Im selben Jahr konnte auch der Pachtvertrag des Reitgeländes verlängert werden, womit eine langfristige Vereinszukunft gewährleistet werden kann.
Die schon morschen Holzpaddocks wurden 1998 in gemeinschaftlicher Arbeit der Vereinsmitglieder durch Stahlpaddocks ersetzt.
 
In den Jahren 2000 und 2001 war die Hochbauphase unseres Vereins. Es wurden das außerordentlich schöne Vereinshaus und ein großzügiges Gerätehaus mit überdachten Anbindebalken erstellt.
Praktische und fachliche Hilfe erhielten wir von den Berufsbildenden Schulen Lingen. Finanziell wurden wir gefördert durch öffentliche Träger wie der Niedersächsischen Sportstättenförderung, der Bezirksregierung Weser-Ems, dem Landkreis Emsland und der Stadt Lingen. Ebenfalls bekamen wir finanzielle Zuwendungen von der Stiftung Emsländischen Sparkassen.

Parallel zur Bautätigkeit wurde die Erweiterung des Stadions um eine 300m lange Rennpassstrecke und eine 250/400m lange Ovalbahn geplant, um so wieder Veranstalter renomierter Sportveranstaltungen werden zu können.
Rechtzeitig zum Qualifikationsturnier zur Weltmeisterschaft 2005 konnte dieses Projekt, Dank des großen Arbeitsaufwandes einiger Vereinsmitglieder erfolgreich abgeschlossen werden. Die offizielle Einweihung und Segnung der Anlange fand im Rahmen des Qualifikationsturniers statt.
Drei Jahre später entwickelte das Technikteam des Vereins eine eigene Passmaschine, die von den Vereinsmitgliedern liebevoll auf den Namen „Erna“ getauft wurde.

2005: Qualifikationsturnier zur Weltmeisterschaft
2006: Deutsch Jugend- Islandpferdemeisterschaft
2008: Niedersachsenmeisterschaft
2010: Deutsche Meisterschaft
2012: Niedersachsenmeisterschaft
2013: Sport Turnier mit WM Quali Niederlande
2014: Weser Ems Meisterschaft
2015: Norddeutsche Meisterschaft